Die richtige Pflege Ihrer Werkzeuge ist genauso wichtig wie ihre sachgemäße Verwendung. Erfahren Sie, wie Sie Ihre wertvollen Handwerkzeuge mit einfachen Reinigungsmethoden zu Hause in Topform halten.
Das brauchen Sie
Für die gründliche Reinigung Ihrer Handwerkzeuge benötigen Sie einige grundlegende Hilfsmittel.
Diese Reinigungsutensilien sind unverzichtbar:
- Drahtbürste/Stahlwolle
- Bürste mit weichen Borsten
- Saubere Lappen/Mikrofasertücher
- Eimer/Schüssel
- Reinigungstücher
- Spezialreiniger
Sicherheitsvorkehrungen
Sicherheit hat immer Vorrang bei der Reinigung Ihrer Werkzeuge.
- Tragen Sie Schutzhandschuhe, um Ihre Hände vor scharfen Kanten und aggressiven Reinigungsmitteln zu schützen.
- Eine Schutzbrille schützt Ihre Augen vor Schmutz und Reinigungslösungen, die spritzen könnten.
- Arbeiten Sie an einem gut belüfteten Ort, besonders wenn Sie chemische Reiniger oder Lösungsmittel verwenden.
- Bewahren Sie alle Reinigungsmittel außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf.
- Ziehen Sie bei der Reinigung von Elektrowerkzeugen immer zuerst den Netzstecker und beachten Sie die Reinigungshinweise des Herstellers, um Schäden zu vermeiden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Reinigung
Wenn Sie Ihre Handwerkzeuge sauber halten, verlängert sich ihre Lebensdauer und sie funktionieren zuverlässig. Regelmäßige Pflege beugt Rost vor und macht die Werkzeuge sicherer in der Anwendung.

Schmutz und Ablagerungen entfernen
Untersuchen Sie Ihre Werkzeuge zunächst auf Schmutz, Fett und Rost.
Wischen Sie losen Schmutz und Staub mit einem trockenen Tuch ab. So vermeiden Sie Kratzer, wenn Sie die Werkzeuge später gründlicher reinigen.
Hartnäckigen Schmutz in Ritzen entfernen Sie mit einer Bürste mit weichen Borsten. Damit erreichen Sie auch enge Stellen, an die ein Tuch nicht herankommt. Achten Sie besonders auf bewegliche Teile und Gelenke, an denen sich oft Schmutz ansammelt.
Bei Werkzeugen mit Holzgriffen können Sie verkrusteten Schlamm vorsichtig mit einem Kunststoffschaber entfernen. Verwenden Sie niemals Metallschaber an Holzgriffen, da diese die Oberfläche beschädigen können.
Bei stark verrosteten Werkzeugen können Sie den losen Rost zunächst mit einer Drahtbürste entfernen, bevor Sie mit der Reinigungslösung fortfahren.
Reinigungslösungen anwenden
Mischen Sie in einem Eimer warmes Wasser mit Spülmittel. Für die meisten Werkzeuge reicht etwa ein Teelöffel Spülmittel pro Gallone Wasser. Die Mischung löst Fett, ohne Metalloberflächen zu beschädigen.
Bei stark verschmutzten Werkzeugen benötigen Sie möglicherweise eine stärkere Lösung. Folgende Möglichkeiten kommen infrage:
- Leichte Reinigung: Warmes Seifenwasser
- Mittlere Reinigung: Weißweinessiglösung (Essig und Wasser zu gleichen Teilen)
- Gründliche Reinigung: Handelsüblicher Entfetter oder Bremsenreiniger – nur für Werkzeuge aus Metall
Weichen Sie Ihre Werkzeuge 20–30 Minuten in der Reinigungslösung ein, damit sich hartnäckiger Schmutz und Fett lösen. Werkzeuge mit Holzgriffen nicht vollständig einweichen – nur die Metallteile.
Gegen Rost hilft ein Essigbad. Die Säure löst den Rost auf natürliche Weise.
Schrubben und abspülen
Schrubben Sie nach dem Einweichen die Metallteile Ihrer Werkzeuge vorsichtig mit einer Drahtbürste. Arbeiten Sie in kleinen Kreisen, um alle Oberflächen von Schmutz zu befreien. Bei hartnäckigen Stellen können Sie etwas mehr Druck ausüben.
Achten Sie besonders auf bewegliche Teile, etwa die Gelenke von Zangen oder die Mechanismen verstellbarer Schraubenschlüssel. An diesen Stellen sammelt sich besonders viel Schmutz, der die Funktion beeinträchtigen kann.
Holzgriffe reinigen Sie mit einem feuchten Tuch statt mit kräftigem Schrubben. Zu viel Wasser kann das Holz beschädigen und zum Aufquellen oder Reißen führen.
Spülen Sie die Werkzeuge nach dem Schrubben gründlich mit klarem Wasser ab. Entfernen Sie alle Seifenreste, da sie sonst später neuen Schmutz anziehen können.
Bewegen Sie beim Abspülen die Gelenke von Werkzeugen mit beweglichen Teilen, damit auch Schmutz- und Reinigungsmittelreste aus schwer erreichbaren Stellen gespült werden.
Handwerkzeuge trocknen und aufbewahren
Trocknen Sie Ihre Werkzeuge nach der Reinigung vollständig, um Rost zu vermeiden. Nehmen Sie mit sauberen Tüchern den größten Teil der Feuchtigkeit auf und lassen Sie die Werkzeuge anschließend vollständig an der Luft trocknen. Verstauen Sie niemals feuchte Werkzeuge!
Zum schnelleren Trocknen können Sie Druckluft für Ritzen und Gelenke verwenden. So entfernen Sie versteckte Feuchtigkeit, die mit einem Tuch nicht zu erreichen ist.
Tragen Sie nach dem Trocknen eine dünne Ölschicht auf die Metallteile auf. Verwenden Sie:
- 3-in-1-Öl für bewegliche Teile
- Pastawachs für Holzgriffe
Das Öl bildet eine Schutzschicht gegen Feuchtigkeit und beugt Rost vor. Tragen Sie nur so viel auf, dass ein dünner Film entsteht – zu viel Öl zieht Staub an.
Bewahren Sie saubere Werkzeuge an einem trockenen Ort mit geringer Luftfeuchtigkeit auf.
Hängen Sie die Werkzeuge auf oder bewahren Sie sie in einem Werkzeugkasten mit Silicagel-Päckchen auf, um sie in gutem Zustand zu halten.
Mit Werkzeugorganisatoren verhindern Sie, dass die Werkzeuge aneinanderreiben und beschädigt werden.
Handwerkzeuge pflegen
Wenn Sie Ihre Werkzeuge pflegen, bleiben sie viele Jahre lang funktionstüchtig. Regelmäßige Wartung verlängert nicht nur ihre Lebensdauer, sondern sorgt auch dafür, dass sie sicher und zuverlässig einsatzbereit sind.
Regelmäßige Kontrolle und Wartung
Wenn Sie Ihre Handwerkzeuge nach jedem Gebrauch reinigen, verhindern Sie, dass sich Schmutz und Ablagerungen ansammeln und sie mit der Zeit beschädigen. Wischen Sie die Werkzeuge am besten mit einem sauberen Lappen ab, bevor Sie sie wegräumen.
Achten Sie beim Reinigen auf lockere Griffe, Risse oder beschädigte Teile. Ziehen Sie lose Schrauben oder Bolzen sofort fest. Holzgriffe brauchen besondere Aufmerksamkeit – prüfen Sie sie auf Splitter und Risse, an denen Sie sich verletzen könnten.
Viele Fachleute empfehlen, Werkzeuge nach jedem Projekt zu reinigen, statt zu warten, bis sie sichtbar verschmutzt sind. Für eine gründliche Reinigung verwenden Sie warmes Seifenwasser und eine Bürste, um festsitzende Ablagerungen zu entfernen.
Bewahren Sie Ihre Werkzeuge an einem trockenen Ort auf. Feuchtigkeit kann Rost und Schäden verursachen, selbst bei gut gepflegten Werkzeugen. Hängen Sie sie auf oder verwenden Sie Schubladeneinlagen, damit sie nicht aneinanderstoßen.
Schmierung für eine lange Lebensdauer
Die richtige Schmierung sorgt dafür, dass bewegliche Teile leichtgängig bleiben, und beugt Rost vor. Tragen Sie nach der Reinigung Schmiermittel auf Scharniere, Gelenke und bewegliche Teile auf.
Verwenden Sie nur eine kleine Menge und wischen Sie überschüssiges Schmiermittel ab, damit es keinen zusätzlichen Schmutz anzieht.
Bei Schneidwerkzeugen wie Scheren, Gartenscheren oder Blechscheren verringert Schmiermittel an den Drehpunkten die Reibung und erleichtert die Handhabung. Ein Tropfen Öl auf Sägeblättern beugt Rost zwischen den Einsätzen vor.
Empfohlene Schmiermittel für verschiedene Werkzeuge:
- Zangen und Schraubenschlüssel: Leichtes Maschinenöl oder Silikonspray
- Sägen und Schneidwerkzeuge: Pastawachs oder spezielles Werkzeugöl
- Messwerkzeuge: Schmiermittel auf Silikonbasis (kein Öl auf Messflächen verwenden)
Wischen Sie überschüssiges Schmiermittel ab, damit es nicht auf Ihre Werkstücke gelangt oder Staub anzieht.
Rost und Korrosion behandeln
Rost ist der Feind von Metallwerkzeugen, lässt sich aber gut behandeln, wenn man ihn früh entdeckt. Bei leichtem Rost weichen Sie die Werkzeuge zunächst 20–30 Minuten in heißem Wasser mit einem handelsüblichen Reiniger ein und schrubben sie anschließend mit einer Drahtbürste.
Bei hartnäckigem Rost helfen diese Methoden:
- Essigbad: Verrostete Teile über Nacht in Weißweinessig einlegen
- Natronpaste: Eine Paste aus Wasser herstellen und die betroffenen Stellen damit schrubben
- Stahlwolle: Oberflächenrost vorsichtig entfernen, ohne das Metall zu beschädigen
Spülen Sie die Werkzeuge nach der Rostentfernung gründlich ab und trocknen Sie sie vollständig. Tragen Sie eine dünne Schicht Öl oder Rostschutzmittel auf, um erneuter Korrosion vorzubeugen.
Manche Holzhandwerker empfehlen, stark verrostete Werkzeuge zunächst in heißem Seifenwasser einzuweichen und dann einzeln wie Geschirr abzuwaschen. Diese Methode eignet sich gut für Handwerkzeuge mit mehreren Bestandteilen.
Rost beugen Sie vor, indem Sie Ihre Werkzeuge trocken halten und Metalloberflächen gelegentlich mit einem öligen Lappen abwischen. Diese dünne Schutzschicht hält Feuchtigkeit vom Metall fern.
Fazit
Die Pflege Ihrer Handwerkzeuge ist einfach und zahlt sich aus. Saubere Werkzeuge funktionieren besser, halten länger und sorgen bei der Verwendung für mehr Sicherheit.
Mit diesen einfachen Reinigungstipps verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Handwerkzeuge und sparen auf lange Sicht Geld. Viel Spaß beim Reinigen!






